Mugler Angel
Mugler Angel ist ein Damenduft der Marke Mugler, der 1992 erschien und als Eau de Parfum verkauft wird. Die Duftrichtung ist gourmand, süß und orientalisch, im Vordergrund stehen Zuckerwatte, Jasmin und Kassia, komponiert haben ihn Olivier Cresp und Yves de Chiris.
Duftverlauf
Angel ist als Duftpyramide dokumentiert: 7 Kopf-, 10 Herz- und 7 Basisnoten. Den Auftakt machen Zuckerwatte, Jasmin, Kassia, Kokosnuss, Bergamotte, Mandarine und Melone. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Honig, Jasmin, Orchidee, Pfirsich, Aprikose, Brombeere, Maiglöckchen, Pflaume, Rose und rote Beeren trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Patchouli, Karamell, Schokolade, Amber, Moschus, Tonkabohne und Vanille verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.
Kopfnoten die ersten Minuten, am flüchtigsten
ZuckerwatteZuckerwatte (auch gesponnener Zucker) ist eine Süßware, die vor allem auf Jahrmärkten verkauft wird.im Katalog sonst meist Basisnote · Zuckerwatte – Wikipedia

- BergamotteAls Bergamotte (Citrus × limon; Syn.: Citrus bergamia) bezeichnet man eine Gruppe aus der Gattung der Zitruspflanzen (Citrus), die als Hybride aus Süßer Limette (Citrus limetta) und Bitterorange (Citrus × aurantium) oder aus Zitronatzitrone (Citrus medica) und Bitterorange entstanden sein könnten. Beschrieben wurde die Pflanze erstmals in der Mitte des 17.Bergamotte (Zitrusfrüchte) – Wikipedia

Herznoten der Charakter, über Stunden



AprikoseDie Aprikose (Prunus armeniaca), im bairisch-österreichischen Sprachraum (Ober- und Niederbayern; Oberpfalz; Österreich und Südtirol) Marille, in Rheinhessen auch Malete, gehört wie die Sibirische Aprikose und die Japanische Aprikose zur Sektion Armeniaca in der Untergattung Prunus der Gattung Prunus innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).im Katalog sonst meist Kopfnote · Aprikose – Wikipedia
BrombeereEine Brombeere, auch Kratzbeere genannt, ist die essbare Frucht einer der zahlreichen Arten der Brombeeren (Rubus sectio Rubus). Die Früchte werden teilweise von wilden Brombeeren geerntet, stammen in der Regel jedoch aus Brombeerkulturen.im Katalog sonst meist Kopfnote · Brombeere (Frucht) – Wikipedia
PflaumeDie Pflaume oder Kultur-Pflaume (Prunus domestica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie wurde als natürlich entstandener Artbastard von Schlehe (Prunus spinosa; tetraploid; 2n = 32) und Kirschpflaume, (Prunus cerasifera; diploid; 2n = 16) angesehen und wäre damit ein allohexaploider Additionsbastard.im Katalog sonst meist Kopfnote · Pflaume – Wikipedia
rote BeerenZu dieser Note liegt uns noch keine belegte Erklärung vor.im Katalog sonst meist Kopfnote
Basisnoten was am längsten bleibt

- KaramellKaramell (entlehnt über französisch caramel aus spanisch caramelo „gebrannter Zucker aus Zuckerrohr“) ist eine durch starkes trockenes Erhitzen erzeugte Mischung aus geschmolzenem Zucker sowie seinen oxidierten und kondensierten Reaktionsprodukten. Je nach Temperatur verfärbt er sich dabei goldgelb bis tiefbraun und entwickelt die typischen Röstaromen des Karamellgeruchs.Karamell – Wikipedia


MoschusMoschus (deutsch seit dem 17. Jahrhundert; wie lateinisch muscus von griechisch μόσχος moschos und dies laut Walde und Hofmann über altpersisch musk von altindisch muskah; ‚Hoden‘), in älteren Texten auch als (eine Art von) Bisam bezeichnet, ist das getrocknete, pulverförmige und stark riechende Sekret (Präputialsekret) aus dem haarigen Moschusbeutel (Präputialdrüse zwischen Nabel und Penis) vom mMoschus – Wikipedia
TonkabohneDer Tonkabohnenbaum (Dipteryx odorata), auch Toncabaum oder Sarrapia genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Dipteryx in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie kommt im nördlichen Südamerika vor.Tonkabohnenbaum – Wikipedia
Einordnung
Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen süße Gourmandnoten, Fruchtnoten und Blüten. Als Duftrichtung ist gourmand, süß und orientalisch erfasst. Schwere Harze, Hölzer, Süße und tierische Noten setzen sich in Kälte besser durch als in Hitze – die Zusammensetzung spricht für Herbst und Winter. Für den Alltag im Büro ist ein solcher Aufbau meist zu präsent; sein Platz ist der Abend. Vermarktet wird Angel als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.
Haltbarkeit und Sillage
Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.
Bei Angel stehen 7 Noten in der Basis, davon 7 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 7 in der flüchtigen Kopfnote. Ein solcher Unterbau trägt von sich aus lange.
Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 9,0, Sillage 8,8 (1.735 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.
Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.
Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.
Geschichte und Rezeption
Zur Entstehung von Angel liegt ein enzyklopädischer Eintrag vor. Wikipedia schreibt dazu: „Angel is a 1992 perfume from Thierry Mugler and the first modern gourmand perfume, with notes of patchouli, praline, red berries, and vanilla. The perfumiers were Olivier Cresp and Yves de Chirin." (Angel (perfume) – Wikipedia, abgerufen am 15.08.2026). Weitere Angaben zu Reformulierungen oder Auszeichnungen sind uns nicht belegt; wo nichts steht, ist auch nichts überliefert.
Zum Hintergrund der Marke: Mugler im Wiki.
Verwandte Düfte
Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Angel. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.
- Yves Saint Laurent Opium12 von 30 Noten gemeinsam
- Givenchy Amarige12 von 25 Noten gemeinsam
- Yves Saint Laurent Opium12 von 30 Noten gemeinsam
- Chanel Allure Homme11 von 25 Noten gemeinsam
- Cacharel Amor Amor11 von 16 Noten gemeinsam
- Mugler A*Men Angel Men10 von 18 Noten gemeinsam
- Gisada Ambassador Intense10 von 32 Noten gemeinsam
- Jil Sander Nº 410 von 26 Noten gemeinsam
Duftzwillinge zu Angel
Erfasst sind 4 Duftzwillinge aus 4 Shops (Dalal Duftzwillinge, L'ARISÉ, The Essence Vault, ÉCLAT), der günstigste liegt bei 31,5 Cent pro Milliliter. Preise, Nähe zum Original und unsere Empfehlung stehen auf der Vergleichsseite – sie ändern sich zu oft, um in einem Artikeltext zu stehen.
Quellen
- Mugler Angel – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026
- Angel (perfume) – Wikipedia, Wikipedia, CC BY-SA 4.0, abgerufen am 15.08.2026