Jean-Louis Scherrer Scherrer 2
Jean-Louis Scherrer Scherrer 2 ist ein Damenduft der Marke Jean-Louis Scherrer, der 1986 erschien und als Eau de Toilette verkauft wird. Die Duftrichtung ist blumig, würzig und orientalisch, im Vordergrund stehen Tuberose, portugiesische Mandarine und Rose.
Duftverlauf
Scherrer 2 ist als Duftpyramide dokumentiert: 6 Kopf-, 5 Herz- und 7 Basisnoten. Den Auftakt machen Tuberose, portugiesische Mandarine, Rose, Jasmin, Angelika und Veilchenblatt. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Myrrhe, Mysore-Sandelholz, Zimt, Bourbon-Vetiver und Zeder trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Zibet, Eichenmoos, Moschus, Opoponax, Benzoe, Patchouli und Bibergeil verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.
Kopfnoten die ersten Minuten, am flüchtigsten
- TuberoseDie Tuberose (Agave polianthes), spanisch nardo, amole, tuberosa oder vara de San José ‚Josefstab‘, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Agaven (Agave) in der Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae). Das Artepitheton polianthes leitet sich von den griechischen Worten polios für ‚grau‘, ‚weißlich‘ sowie anthos für ‚Blüte‘, aber auch von polion, einem stark duftenden Lippenblütler ab und veim Katalog sonst meist Herznote · Tuberose – Wikipedia
RoseRosen (Rosa) sind die namensgebenden Pflanzen der taxonomischen Gattung und Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Gattung umfasst je nach Auffassung des Autors 100 bis 250 Arten auf der Nordhalbkugel, weltweite Gesamtzahlen sind derzeit noch schwierig zu benennen.im Katalog sonst meist Herznote · Rosen – Wikipedia

Herznoten der Charakter, über Stunden
MyrrheMyrrhe (veraltet Myrre von althochdeutsch myrra; mittelhochdeutsch mirre; wie lateinisch mirra von griechisch myrrha; entlehnt von der semitischen Sprachwurzel m-r-r; hierzu arabisch مر murr; hebräisch מֹר mōr; reichsaramäisch ܡܪܝܪܐ mriro „bitter“) oder Myrrhenharz ist das aromatische Gummiharz von mehreren Arten der Gattung Commiphora aus der Familie der Balsambaumgewächse, in erster Linie Commipim Katalog sonst meist Basisnote · Myrrhe – Wikipedia
Mysore-SandelholzDer Sandelholzbaum (Santalum album) auch Weißer Sandelbaum, Weißer Sandel, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieses Halbschmarotzers ist unbekannt.im Katalog sonst meist Basisnote · Sandelholzbaum – Wikipedia

ZederDie Zedern (Cedrus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).im Katalog sonst meist Basisnote · Zedern – Wikipedia
Basisnoten was am längsten bleibt
ZibetDer Zibet (im 16. Jahrhundert über italienisch zibetto; „Zibet; Zibetkatze“; von mittellateinisch zibethum; „Zibetkatze; Sekret der Zibetkatze“; von arabisch zabād „Schaum“) ist ein stark und im natürlichen Zustand äußerst unangenehm faulig riechendes, öliges, dickflüssiges Sekret aus den walnussgroßen, paarigen Drüsensäcken, Perianaldrüsen unterhalb des Afters verschiedener Zibetkatzen.Zibet – Wikipedia
MoschusMoschus (deutsch seit dem 17. Jahrhundert; wie lateinisch muscus von griechisch μόσχος moschos und dies laut Walde und Hofmann über altpersisch musk von altindisch muskah; ‚Hoden‘), in älteren Texten auch als (eine Art von) Bisam bezeichnet, ist das getrocknete, pulverförmige und stark riechende Sekret (Präputialsekret) aus dem haarigen Moschusbeutel (Präputialdrüse zwischen Nabel und Penis) vom mMoschus – Wikipedia
BenzoeAls Benzoe oder Benzoeharz bezeichnet man das Harz verschiedener Storaxbäume (Styrax spp.). Zu unterscheiden sind in der Hauptsache die Arten Siam-Benzoe (Styrax tonkinensis Craib) und Sumatra-Benzoe (Styrax benzoin Dryand.) sowie Styrax paralleloneurus, die zu den Storaxbaumgewächsen (Styracaceae) zählen.Benzoe – Wikipedia
BibergeilDas Bibergeil oder Castoreum ist ein Sekret aus speziellen, paarig zusammenhängenden und keulenförmigen Beuteln oder Taschen, Castorbeuteln (irreführend Drüsensäcken) unter dem Schambein des Bibers (Castor fiber und Castor canadensis), das zu einer gleichnamigen pulverförmigen Drogenmasse verarbeitet werden kann. Es sind jedoch keine Drüsen in histologischem Sinn, denn sie sezernieren nicht.Bibergeil – Wikipedia
Einordnung
Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen Hölzer, Blüten und Moschus, Leder und Oud. Als Duftrichtung ist blumig, würzig und orientalisch erfasst. Schwere Harze, Hölzer, Süße und tierische Noten setzen sich in Kälte besser durch als in Hitze – die Zusammensetzung spricht für Herbst und Winter. Für den Alltag im Büro ist ein solcher Aufbau meist zu präsent; sein Platz ist der Abend. Vermarktet wird Scherrer 2 als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.
Haltbarkeit und Sillage
Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.
Bei Scherrer 2 stehen 7 Noten in der Basis, davon 6 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 6 in der flüchtigen Kopfnote. Ein solcher Unterbau trägt von sich aus lange.
Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 8,3, Sillage 7,8 (326 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.
Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.
Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.
Geschichte und Rezeption
Zur Entstehungsgeschichte von Scherrer 2 selbst ist uns keine belastbare Quelle bekannt: Parfumo, Fragrantica und Basenotes sperren maschinelle Abrufe aus, und eine erfundene Entstehungsgeschichte wäre schlimmer als keine. Belegt ist dagegen der Hintergrund der Marke Jean-Louis Scherrer.
Zum Hintergrund der Marke: Jean-Louis Scherrer im Wiki.
Verwandte Düfte
Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Scherrer 2. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.
- Yves Saint Laurent Opium9 von 30 Noten gemeinsam
- Jil Sander Nº 49 von 26 Noten gemeinsam
- Yves Saint Laurent Opium9 von 30 Noten gemeinsam
- Chanel Coco8 von 19 Noten gemeinsam
- Chanel Coco8 von 19 Noten gemeinsam
- Lancôme Magie Noire8 von 20 Noten gemeinsam
- Dior Dioressence8 von 21 Noten gemeinsam
- Chanel Coco8 von 19 Noten gemeinsam
Duftzwillinge zu Scherrer 2
Zu Scherrer 2 ist bei den erfassten Anbietern bisher kein Duftzwilling gelistet. Die Duftseite zeigt, was sich daran ändert, sobald ein Shop einen aufnimmt.
Quellen
- Jean-Louis Scherrer Scherrer 2 – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026