Lancôme Magie Noire
Lancôme Magie Noire ist ein Damenduft der Marke Lancôme, der 1978 erschien und als Eau de Toilette verkauft wird. Die Duftrichtung ist blumig, chypre und holzig, im Vordergrund stehen grüne Noten, Bergamotte und Hyazinthe, komponiert hat ihn Gerard Goupy.
Duftverlauf
Magie Noire ist als Duftpyramide dokumentiert: 5 Kopf-, 8 Herz- und 7 Basisnoten. Den Auftakt machen grüne Noten, Bergamotte, Hyazinthe, Schwarze Johannisbeere und Himbeere. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Ylang-Ylang, orientalische Rose, Honig, Iris, Jasmin, Maiglöckchen, Narzisse und Tuberose trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Eichenmoos, Patchouli, Bibergeil, Benzoe, Moschus, Vetiver und Zibet verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.
Kopfnoten die ersten Minuten, am flüchtigsten
- grüne NotenZu dieser Note liegt uns noch keine belegte Erklärung vor.
- BergamotteAls Bergamotte (Citrus × limon; Syn.: Citrus bergamia) bezeichnet man eine Gruppe aus der Gattung der Zitruspflanzen (Citrus), die als Hybride aus Süßer Limette (Citrus limetta) und Bitterorange (Citrus × aurantium) oder aus Zitronatzitrone (Citrus medica) und Bitterorange entstanden sein könnten. Beschrieben wurde die Pflanze erstmals in der Mitte des 17.Bergamotte (Zitrusfrüchte) – Wikipedia

- Schwarze JohannisbeereZu dieser Note liegt uns noch keine belegte Erklärung vor.

Herznoten der Charakter, über Stunden

orientalische RoseRosen (Rosa) sind die namensgebenden Pflanzen der taxonomischen Gattung und Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Gattung umfasst je nach Auffassung des Autors 100 bis 250 Arten auf der Nordhalbkugel, weltweite Gesamtzahlen sind derzeit noch schwierig zu benennen.Rosen – Wikipedia



- TuberoseDie Tuberose (Agave polianthes), spanisch nardo, amole, tuberosa oder vara de San José ‚Josefstab‘, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Agaven (Agave) in der Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae). Das Artepitheton polianthes leitet sich von den griechischen Worten polios für ‚grau‘, ‚weißlich‘ sowie anthos für ‚Blüte‘, aber auch von polion, einem stark duftenden Lippenblütler ab und veTuberose – Wikipedia
Basisnoten was am längsten bleibt

BibergeilDas Bibergeil oder Castoreum ist ein Sekret aus speziellen, paarig zusammenhängenden und keulenförmigen Beuteln oder Taschen, Castorbeuteln (irreführend Drüsensäcken) unter dem Schambein des Bibers (Castor fiber und Castor canadensis), das zu einer gleichnamigen pulverförmigen Drogenmasse verarbeitet werden kann. Es sind jedoch keine Drüsen in histologischem Sinn, denn sie sezernieren nicht.Bibergeil – Wikipedia
BenzoeAls Benzoe oder Benzoeharz bezeichnet man das Harz verschiedener Storaxbäume (Styrax spp.). Zu unterscheiden sind in der Hauptsache die Arten Siam-Benzoe (Styrax tonkinensis Craib) und Sumatra-Benzoe (Styrax benzoin Dryand.) sowie Styrax paralleloneurus, die zu den Storaxbaumgewächsen (Styracaceae) zählen.Benzoe – Wikipedia
MoschusMoschus (deutsch seit dem 17. Jahrhundert; wie lateinisch muscus von griechisch μόσχος moschos und dies laut Walde und Hofmann über altpersisch musk von altindisch muskah; ‚Hoden‘), in älteren Texten auch als (eine Art von) Bisam bezeichnet, ist das getrocknete, pulverförmige und stark riechende Sekret (Präputialsekret) aus dem haarigen Moschusbeutel (Präputialdrüse zwischen Nabel und Penis) vom mMoschus – Wikipedia
ZibetDer Zibet (im 16. Jahrhundert über italienisch zibetto; „Zibet; Zibetkatze“; von mittellateinisch zibethum; „Zibetkatze; Sekret der Zibetkatze“; von arabisch zabād „Schaum“) ist ein stark und im natürlichen Zustand äußerst unangenehm faulig riechendes, öliges, dickflüssiges Sekret aus den walnussgroßen, paarigen Drüsensäcken, Perianaldrüsen unterhalb des Afters verschiedener Zibetkatzen.Zibet – Wikipedia
Einordnung
Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen Blüten, Moschus, Leder und Oud und grüne Noten. Als Duftrichtung ist blumig, chypre und holzig erfasst. Schwere Harze, Hölzer, Süße und tierische Noten setzen sich in Kälte besser durch als in Hitze – die Zusammensetzung spricht für Herbst und Winter. Für den Alltag im Büro ist ein solcher Aufbau meist zu präsent; sein Platz ist der Abend. Vermarktet wird Magie Noire als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.
Haltbarkeit und Sillage
Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.
Bei Magie Noire stehen 7 Noten in der Basis, davon 6 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 5 in der flüchtigen Kopfnote. Ein solcher Unterbau trägt von sich aus lange.
Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 8,4, Sillage 7,8 (365 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.
Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.
Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.
Geschichte und Rezeption
Zur Entstehungsgeschichte von Magie Noire selbst ist uns keine belastbare Quelle bekannt: Parfumo, Fragrantica und Basenotes sperren maschinelle Abrufe aus, und eine erfundene Entstehungsgeschichte wäre schlimmer als keine. Belegt ist dagegen der Hintergrund der Marke Lancôme.
Zum Hintergrund der Marke: Lancôme im Wiki.
Verwandte Düfte
Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Magie Noire. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.
- Givenchy Ysatis12 von 28 Noten gemeinsam
- Dana Tabu11 von 20 Noten gemeinsam
- Roja Parfums Diaghilev10 von 33 Noten gemeinsam
- Robert Piguet Fracas10 von 23 Noten gemeinsam
- Dior Dioressence10 von 21 Noten gemeinsam
- The Spirit of Dubai Dubai - Turath9 von 48 Noten gemeinsam
- Chanel N°199 von 15 Noten gemeinsam
- Chanel N°199 von 15 Noten gemeinsam
Duftzwillinge zu Magie Noire
Zu Magie Noire ist bei den erfassten Anbietern bisher kein Duftzwilling gelistet. Die Duftseite zeigt, was sich daran ändert, sobald ein Shop einen aufnimmt.
Quellen
- Lancôme Magie Noire – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026