Lanvin Arpège
Lanvin Arpège ist ein Damenduft der Marke Lanvin, der 1993 erschien und als Eau de Parfum verkauft wird. Die Duftrichtung ist blumig, holzig und pudrig, im Vordergrund stehen Aldehyde, Bergamotte und Geißblatt, komponiert hat ihn Hubert Fraysse.
Duftverlauf
Arpège ist als Duftpyramide dokumentiert: 6 Kopf-, 9 Herz- und 7 Basisnoten. Den Auftakt machen Aldehyde, Bergamotte, Geißblatt, Maiglöckchen, Neroli und Pfirsich. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Jasmin, Iris, Kamelie, Koriander, Lilie, Maiglöckchen, Rose, Rosengeranie und Ylang-Ylang trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Amber, Benzoe, Moschus, Patchouli, Sandelholz, Vanille und Vetiver verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.
Kopfnoten die ersten Minuten, am flüchtigsten
AldehydeAldehyde (aus neulateinisch alcoholus dehydrogenatus; „dehydrierter Alkohol“ oder „Alkohol; dem Wasserstoff entzogen wurde“) sind chemische Verbindungen mit der funktionellen Gruppe –CHO, die Aldehydgruppe oder auch Formylgruppe genannt wird. Die Carbonylgruppe der Aldehyde trägt im Unterschied zu den Ketonen einen Wasserstoff- und einen Kohlenstoffsubstituenten.Aldehyde – Wikipedia- BergamotteAls Bergamotte (Citrus × limon; Syn.: Citrus bergamia) bezeichnet man eine Gruppe aus der Gattung der Zitruspflanzen (Citrus), die als Hybride aus Süßer Limette (Citrus limetta) und Bitterorange (Citrus × aurantium) oder aus Zitronatzitrone (Citrus medica) und Bitterorange entstanden sein könnten. Beschrieben wurde die Pflanze erstmals in der Mitte des 17.Bergamotte (Zitrusfrüchte) – Wikipedia
- GeißblattDie Geißblattgewächse (Caprifoliaceae, aus lateinisch caprifolium („Geißblatt“ für Gartengeißblatt und andere Lonicera-Arten), von capra = die Ziege und folium = das Blatt) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Kardenartigen (Dipsacales).im Katalog sonst meist Herznote · Geißblattgewächse – Wikipedia


Herznoten der Charakter, über Stunden


- KamelieDie Japanische Kamelie (Camellia japonica), teilweise auch nur Kamelie genannt, ist eine der bekanntesten Pflanzenarten der Gattung der Kamelien (Camellia) innerhalb der Familie der Teestrauchgewächse (Theaceae). Sie ist in Ostasien beheimatet und eng mit dem Teestrauch (Camellia sinensis) verwandt.Japanische Kamelie – Wikipedia
KorianderDer Echte Koriander (Coriandrum sativum), kurz Koriander (von gleichbedeutend lateinisch Coriandrum) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Koriander (Coriandrum) innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Er wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.im Katalog sonst meist Kopfnote · Echter Koriander – Wikipedia

RosengeranieZu den Duftpelargonien gehören eine ganze Reihe von Arten und Sorten aus der Gattung der Pelargonien, die sich alle dadurch auszeichnen, dass sie (zum Teil erst nach vorsichtigem Reiben der Blätter) einen intensiven Duft nach Minze, Rosen, Zitronen oder Gewürzen ausströmen. Alle Duftpelargonien gehören in die Untergattung Pelargonium, Sektion Pelargonium der Gattung.Duftpelargonie – Wikipedia
Basisnoten was am längsten bleibt

BenzoeAls Benzoe oder Benzoeharz bezeichnet man das Harz verschiedener Storaxbäume (Styrax spp.). Zu unterscheiden sind in der Hauptsache die Arten Siam-Benzoe (Styrax tonkinensis Craib) und Sumatra-Benzoe (Styrax benzoin Dryand.) sowie Styrax paralleloneurus, die zu den Storaxbaumgewächsen (Styracaceae) zählen.Benzoe – Wikipedia
MoschusMoschus (deutsch seit dem 17. Jahrhundert; wie lateinisch muscus von griechisch μόσχος moschos und dies laut Walde und Hofmann über altpersisch musk von altindisch muskah; ‚Hoden‘), in älteren Texten auch als (eine Art von) Bisam bezeichnet, ist das getrocknete, pulverförmige und stark riechende Sekret (Präputialsekret) aus dem haarigen Moschusbeutel (Präputialdrüse zwischen Nabel und Penis) vom mMoschus – Wikipedia



Einordnung
Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen Blüten, Hölzer und Harze und Ambra. Als Duftrichtung ist blumig, holzig und pudrig erfasst. Schwere Harze, Hölzer, Süße und tierische Noten setzen sich in Kälte besser durch als in Hitze – die Zusammensetzung spricht für Herbst und Winter. Für den Alltag im Büro ist ein solcher Aufbau meist zu präsent; sein Platz ist der Abend. Vermarktet wird Arpège als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.
Haltbarkeit und Sillage
Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.
Bei Arpège stehen 7 Noten in der Basis, davon 7 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 6 in der flüchtigen Kopfnote. Ein solcher Unterbau trägt von sich aus lange.
Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 8,1, Sillage 7,8 (299 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.
Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.
Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.
Geschichte und Rezeption
Zur Entstehung von Arpège liegt ein enzyklopädischer Eintrag vor. Wikipedia schreibt dazu: „Arpège (pronounced) is a 1927 perfume created by perfumers André Fraysse and Paul Vacher for Jeanne Lanvin and presented to her musician daughter Marie-Blanche on her 30th birthday. Its name is a derivation of the musical term arpeggio." (Arpège – Wikipedia, abgerufen am 15.08.2026). Weitere Angaben zu Reformulierungen oder Auszeichnungen sind uns nicht belegt; wo nichts steht, ist auch nichts überliefert.
Zum Hintergrund der Marke: Lanvin im Wiki.
Verwandte Düfte
Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Arpège. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.
- Yves Saint Laurent Opium13 von 30 Noten gemeinsam
- Fendi Fendi13 von 24 Noten gemeinsam
- Yves Saint Laurent Opium13 von 30 Noten gemeinsam
- Versace Blue Jeans12 von 24 Noten gemeinsam
- The Spirit of Dubai Dubai - Turath12 von 48 Noten gemeinsam
- Jil Sander Nº 412 von 26 Noten gemeinsam
- Hermès Calèche12 von 20 Noten gemeinsam
- Jean Patou Sublime12 von 21 Noten gemeinsam
Duftzwillinge zu Arpège
Zu Arpège ist bei den erfassten Anbietern bisher kein Duftzwilling gelistet. Die Duftseite zeigt, was sich daran ändert, sobald ein Shop einen aufnimmt.
Quellen
- Lanvin Arpège – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026
- Arpège – Wikipedia, Wikipedia, CC BY-SA 4.0, abgerufen am 15.08.2026