Duft im Wiki

Jean Patou Sublime

Jean Patou Sublime ist ein Damenduft der Marke Jean Patou, der 1992 erschien und als Eau de Parfum verkauft wird. Die Duftrichtung ist blumig, chypre und würzig, im Vordergrund stehen grüne Noten, Bergamotte und Mandarine, komponiert hat ihn Jean Kerléo.

Duftverlauf

Sublime ist als Duftpyramide dokumentiert: 4 Kopf-, 7 Herz- und 10 Basisnoten. Den Auftakt machen grüne Noten, Bergamotte, Mandarine und Koriander. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Gartennelke, Iriswurzel, Maiglöckchen, Ylang-Ylang, Jasmin, Lilie und Rose trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Vanille, Eichenmoos, Moschus, Sandelholz, Tonkabohne, Vetiver, Zibet, Amber, Styrax und Zeder verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.

Herznoten der Charakter, über Stunden

Basisnoten was am längsten bleibt

Einordnung

Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen Blüten, Hölzer und Gewürze. Als Duftrichtung ist blumig, chypre und würzig erfasst. Schwere Harze, Hölzer, Süße und tierische Noten setzen sich in Kälte besser durch als in Hitze – die Zusammensetzung spricht für Herbst und Winter. Für den Alltag im Büro ist ein solcher Aufbau meist zu präsent; sein Platz ist der Abend. Vermarktet wird Sublime als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.

Haltbarkeit und Sillage

Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.

Bei Sublime stehen 10 Noten in der Basis, davon 9 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 4 in der flüchtigen Kopfnote. Ein solcher Unterbau trägt von sich aus lange.

Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 8,1, Sillage 7,6 (251 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.

Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.

Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.

Geschichte und Rezeption

Zur Entstehungsgeschichte von Sublime selbst ist uns keine belastbare Quelle bekannt: Parfumo, Fragrantica und Basenotes sperren maschinelle Abrufe aus, und eine erfundene Entstehungsgeschichte wäre schlimmer als keine. Belegt ist dagegen der Hintergrund der Marke Jean Patou.

Zum Hintergrund der Marke: Jean Patou im Wiki.

Verwandte Düfte

Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Sublime. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.

Duftzwillinge zu Sublime

Zu Sublime ist bei den erfassten Anbietern bisher kein Duftzwilling gelistet. Die Duftseite zeigt, was sich daran ändert, sobald ein Shop einen aufnimmt.

Quellen

  1. Jean Patou Sublime – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026