Givenchy Ange ou Démon
Givenchy Ange ou Démon ist ein Damenduft der Marke Givenchy, der 2006 erschien und als Eau de Parfum verkauft wird. Die Duftrichtung ist blumig, süß und orientalisch, im Vordergrund stehen weißer Thymian, Safran und Mandarine, komponiert haben ihn Jean-Pierre Béthouart und Olivier Cresp.
Duftverlauf
Ange ou Démon ist als Duftpyramide dokumentiert: 3 Kopf-, 3 Herz- und 4 Basisnoten. Den Auftakt machen weißer Thymian, Safran und Mandarine. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Ylang-Ylang, Lilie und Orchidee trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Tonkabohne, Vanille, Eichenmoos und Rosenholz verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.
Kopfnoten die ersten Minuten, am flüchtigsten
weißer ThymianDie Thymiane (lateinisch Thymus, von altgriechisch θύμον thýmon, das möglicherweise „Räucherwerk“ (von θύω - „[religiös] räuchern“) bedeutet, oder aber vorgriechischen Ursprungs ist) oder Quendel sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae).im Katalog sonst meist Herznote · Thymiane – Wikipedia
SafranDer Safran (von arabisch/persisch زعفران; DMG zaʿfarān; ‚Safran‘), mit wissenschaftlichem Namen Crocus sativus, ist eine Krokus-Art aus der Familie der Schwertliliengewächse. Sie blüht im Herbst violett und wird vor allem als Gewürzpflanze genutzt: Aus den roten Narben ihrer Blüten (den „Griffeln“) wird das ebenfalls Safran genannte Gewürz gewonnen.Safran – Wikipedia
Herznoten der Charakter, über Stunden
Basisnoten was am längsten bleibt
TonkabohneDer Tonkabohnenbaum (Dipteryx odorata), auch Toncabaum oder Sarrapia genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Dipteryx in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie kommt im nördlichen Südamerika vor.Tonkabohnenbaum – Wikipedia
Einordnung
Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen Blüten, süße Gourmandnoten und aromatische Kräuter. Als Duftrichtung ist blumig, süß und orientalisch erfasst. Zwischen flüchtigen und schweren Noten hält sich die Komposition ungefähr die Waage; sie ist damit ganzjährig tragbar. Er lässt sich sowohl tagsüber als auch abends tragen. Vermarktet wird Ange ou Démon als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.
Haltbarkeit und Sillage
Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.
Bei Ange ou Démon stehen 4 Noten in der Basis, davon 2 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 3 in der flüchtigen Kopfnote. Der Unterbau ist vorhanden, aber schmal – lange Standzeiten sind damit nicht selbstverständlich.
Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 7,9, Sillage 7,6 (437 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.
Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.
Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.
Geschichte und Rezeption
Zur Entstehungsgeschichte von Ange ou Démon selbst ist uns keine belastbare Quelle bekannt: Parfumo, Fragrantica und Basenotes sperren maschinelle Abrufe aus, und eine erfundene Entstehungsgeschichte wäre schlimmer als keine. Belegt ist dagegen der Hintergrund der Marke Givenchy.
Zum Hintergrund der Marke: Givenchy im Wiki.
Verwandte Düfte
Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Ange ou Démon. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.
- Givenchy Amarige6 von 25 Noten gemeinsam
- Jean Patou Sublime6 von 21 Noten gemeinsam
- Fendi Fendi6 von 24 Noten gemeinsam
- Chanel Allure Homme5 von 25 Noten gemeinsam
- Dior Dune5 von 16 Noten gemeinsam
- Gisada Ambassador Intense5 von 32 Noten gemeinsam
- Versace Eros Flame4 von 15 Noten gemeinsam
- Chanel Coco Mademoiselle4 von 14 Noten gemeinsam
Duftzwillinge zu Ange ou Démon
Erfasst sind 1 Duftzwilling aus 1 Shop (Perfume Parlour), der günstigste liegt bei 68,1 Cent pro Milliliter. Preise, Nähe zum Original und unsere Empfehlung stehen auf der Vergleichsseite – sie ändern sich zu oft, um in einem Artikeltext zu stehen.
Quellen
- Givenchy Ange ou Démon – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026