Dior Poison
Dior Poison ist ein Damenduft der Marke Dior, der 1985 erschien und als Esprit de Parfum verkauft wird. Die Duftrichtung ist orientalisch, blumig und süß, im Vordergrund stehen Orangenhonig, Pflaume und Koriander, komponiert haben ihn Edouard Fléchier und Jean Guichard.
Duftverlauf
Poison ist als Duftpyramide dokumentiert: 7 Kopf-, 8 Herz- und 7 Basisnoten. Den Auftakt machen Orangenhonig, Pflaume, Koriander, Piment, Rosenholz, Waldbeeren und Anis. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Tuberose, Gartennelke, Jasmin, Neroli, Opoponax, Weihrauch, Rose und Zimt trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Heliotrop, Amber, Moschus, Sandelholz, Vanille, Zeder und Vetiver verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.
Kopfnoten die ersten Minuten, am flüchtigsten
PflaumeDie Pflaume oder Kultur-Pflaume (Prunus domestica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie wurde als natürlich entstandener Artbastard von Schlehe (Prunus spinosa; tetraploid; 2n = 32) und Kirschpflaume, (Prunus cerasifera; diploid; 2n = 16) angesehen und wäre damit ein allohexaploider Additionsbastard.Pflaume – Wikipedia
KorianderDer Echte Koriander (Coriandrum sativum), kurz Koriander (von gleichbedeutend lateinisch Coriandrum) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Koriander (Coriandrum) innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Er wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.Echter Koriander – Wikipedia
PimentPiment (Pimenta dioica; Synonym: Pimenta officinalis), auch Gewürzkörner oder Nelkenpfeffer genannt, bezeichnet eine Pflanzenart aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) und zugleich das aus dieser Pflanze gewonnene Gewürz. Sie stammt aus Zentralamerika und aus der Karibik.Piment – Wikipedia
Herznoten der Charakter, über Stunden
- TuberoseDie Tuberose (Agave polianthes), spanisch nardo, amole, tuberosa oder vara de San José ‚Josefstab‘, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Agaven (Agave) in der Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae). Das Artepitheton polianthes leitet sich von den griechischen Worten polios für ‚grau‘, ‚weißlich‘ sowie anthos für ‚Blüte‘, aber auch von polion, einem stark duftenden Lippenblütler ab und veTuberose – Wikipedia
GartennelkeDie Landnelke oder Edel-Nelke (Dianthus caryophyllus), in kultivierter Form meist Gartennelke, Garten-Nelke oder kurz Nelke genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nelken (Dianthus) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und wird seit dem Altertum als Zierpflanze kultiviert.Landnelke – Wikipedia

WeihrauchWeihrauch (in spätmittelhochdeutschen Texten auch Weyrauch und ähnlich geschrieben; von mittelhochdeutsch/althochdeutsch wīhrou[c]h; heiliges Räucherwerk‘; ‚Weihrauch‘; ‚Boswellienharz‘; heiligen; weihen‘) ist das luftgetrocknete Gummiharz, das von verschiedenen Boswellia-Arten gewonnen wird. Weihrauch wird nicht nur kultisch als Räucherwerk verwendet, sondern auch heilkundlich als Phytotherapeutiim Katalog sonst meist Basisnote · Weihrauch – Wikipedia

Basisnoten was am längsten bleibt


MoschusMoschus (deutsch seit dem 17. Jahrhundert; wie lateinisch muscus von griechisch μόσχος moschos und dies laut Walde und Hofmann über altpersisch musk von altindisch muskah; ‚Hoden‘), in älteren Texten auch als (eine Art von) Bisam bezeichnet, ist das getrocknete, pulverförmige und stark riechende Sekret (Präputialsekret) aus dem haarigen Moschusbeutel (Präputialdrüse zwischen Nabel und Penis) vom mMoschus – Wikipedia



Einordnung
Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen Blüten, Gewürze und Harze und Ambra. Als Duftrichtung ist orientalisch, blumig und süß erfasst. Schwere Harze, Hölzer, Süße und tierische Noten setzen sich in Kälte besser durch als in Hitze – die Zusammensetzung spricht für Herbst und Winter. Für den Alltag im Büro ist ein solcher Aufbau meist zu präsent; sein Platz ist der Abend. Vermarktet wird Poison als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.
Haltbarkeit und Sillage
Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.
Bei Poison stehen 7 Noten in der Basis, davon 6 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 7 in der flüchtigen Kopfnote. Ein solcher Unterbau trägt von sich aus lange.
Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 9,1, Sillage 8,9 (543 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.
Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.
Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.
Geschichte und Rezeption
Zur Entstehung von Poison liegt ein enzyklopädischer Eintrag vor. Wikipedia schreibt dazu: „Poison is a perfume for women introduced by Parfums Christian Dior in 1985. The popularity of the scent made it become a brand in its own right and resulted in the subsequent release of five flanker fragrances: Tendre Poison, Hypnotic Poison, Pure Poison, Midnight Poison, and Poison Girl." (Poison (perfume) – Wikipedia, abgerufen am 15.08.2026). Weitere Angaben zu Reformulierungen oder Auszeichnungen sind uns nicht belegt; wo nichts steht, ist auch nichts überliefert.
Zum Hintergrund der Marke: Dior im Wiki.
Verwandte Düfte
Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Poison. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.
- Dior Poison22 von 22 Noten gemeinsam
- Yves Saint Laurent Opium14 von 30 Noten gemeinsam
- Yves Saint Laurent Opium14 von 30 Noten gemeinsam
- Jil Sander Nº 413 von 26 Noten gemeinsam
- Versace Blue Jeans12 von 24 Noten gemeinsam
- Givenchy Amarige12 von 25 Noten gemeinsam
- Léonard Balahé11 von 22 Noten gemeinsam
- Chanel Allure Homme10 von 25 Noten gemeinsam
Duftzwillinge zu Poison
Zu Poison ist bei den erfassten Anbietern bisher kein Duftzwilling gelistet. Die Duftseite zeigt, was sich daran ändert, sobald ein Shop einen aufnimmt.
Quellen
- Dior Poison – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026
- Poison (perfume) – Wikipedia, Wikipedia, CC BY-SA 4.0, abgerufen am 15.08.2026