Chanel Bois des Îles
Chanel Bois des Îles ist ein Damenduft der Marke Chanel, der 2007 erschien und als Eau de Toilette verkauft wird. Die Duftrichtung ist blumig, holzig und pudrig, im Vordergrund stehen Bergamotte und Mandarine, komponiert hat ihn Jacques Polge.
Duftverlauf
Bois des Îles ist als Duftpyramide dokumentiert: 2 Kopf-, 2 Herz- und 2 Basisnoten. Den Auftakt machen Bergamotte und Mandarine. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus neukaledonisches Sandelholz und Ylang-Ylang trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Tonkabohne und Vanille verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.
Kopfnoten die ersten Minuten, am flüchtigsten
- BergamotteAls Bergamotte (Citrus × limon; Syn.: Citrus bergamia) bezeichnet man eine Gruppe aus der Gattung der Zitruspflanzen (Citrus), die als Hybride aus Süßer Limette (Citrus limetta) und Bitterorange (Citrus × aurantium) oder aus Zitronatzitrone (Citrus medica) und Bitterorange entstanden sein könnten. Beschrieben wurde die Pflanze erstmals in der Mitte des 17.Bergamotte (Zitrusfrüchte) – Wikipedia
Herznoten der Charakter, über Stunden
neukaledonisches SandelholzDer Sandelholzbaum (Santalum album) auch Weißer Sandelbaum, Weißer Sandel, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieses Halbschmarotzers ist unbekannt.im Katalog sonst meist Basisnote · Sandelholzbaum – Wikipedia
Basisnoten was am längsten bleibt
TonkabohneDer Tonkabohnenbaum (Dipteryx odorata), auch Toncabaum oder Sarrapia genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Dipteryx in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie kommt im nördlichen Südamerika vor.Tonkabohnenbaum – Wikipedia
Einordnung
Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen süße Gourmandnoten, Zitrusnoten und Hölzer. Als Duftrichtung ist blumig, holzig und pudrig erfasst. Zwischen flüchtigen und schweren Noten hält sich die Komposition ungefähr die Waage; sie ist damit ganzjährig tragbar. Er lässt sich sowohl tagsüber als auch abends tragen. Vermarktet wird Bois des Îles als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.
Haltbarkeit und Sillage
Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.
Bei Bois des Îles stehen 2 Noten in der Basis, davon 2 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 2 in der flüchtigen Kopfnote. Der Unterbau ist vorhanden, aber schmal – lange Standzeiten sind damit nicht selbstverständlich.
Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 7,2, Sillage 6,2 (405 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.
Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.
Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.
Geschichte und Rezeption
Zur Entstehung von Bois des Îles liegt ein enzyklopädischer Eintrag vor. Wikipedia schreibt dazu: „Bois des Îles (pronounced [bwɑ dez‿il]) is a fragrance produced by Parisian couturier Gabrielle "Coco" Chanel. The name is French for "Island Wood" or, more literally, "Wood of the Islands"." (Bois des Îles – Wikipedia, abgerufen am 15.08.2026). Weitere Angaben zu Reformulierungen oder Auszeichnungen sind uns nicht belegt; wo nichts steht, ist auch nichts überliefert.
Zum Hintergrund der Marke: Chanel im Wiki.
Verwandte Düfte
Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Bois des Îles. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.
- Chanel Coco Mademoiselle5 von 14 Noten gemeinsam
- Boucheron Boucheron5 von 21 Noten gemeinsam
- Jean Patou Sublime5 von 21 Noten gemeinsam
- Fendi Fendi5 von 24 Noten gemeinsam
- Joop! Joop! Homme4 von 12 Noten gemeinsam
- Mugler Angel4 von 24 Noten gemeinsam
- Jil Sander Sun4 von 17 Noten gemeinsam
- Tom Ford Eau de Soleil Blanc4 von 19 Noten gemeinsam
Duftzwillinge zu Bois des Îles
Zu Bois des Îles ist bei den erfassten Anbietern bisher kein Duftzwilling gelistet. Die Duftseite zeigt, was sich daran ändert, sobald ein Shop einen aufnimmt.
Quellen
- Chanel Bois des Îles – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026
- Bois des Îles – Wikipedia, Wikipedia, CC BY-SA 4.0, abgerufen am 15.08.2026