Duft im Wiki

Guerlain Mitsouko

Guerlain Mitsouko ist ein Damenduft der Marke Guerlain, der 1919 erschien und als Extrait verkauft wird. Die Duftrichtung ist chypre, würzig und blumig, im Vordergrund stehen Bergamotte, Jasmin und Zitrusfrüchte, komponiert hat ihn Jacques Guerlain.

Duftverlauf

Mitsouko ist als Duftpyramide dokumentiert: 4 Kopf-, 3 Herz- und 5 Basisnoten. Den Auftakt machen Bergamotte, Jasmin, Zitrusfrüchte und Rose. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Pfirsich, Ylang-Ylang und Flieder trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Eichenmoos, Gewürze, Vetiver, Ambra und Zimt verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.

Einordnung

Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen Blüten, Zitrusnoten und grüne Noten. Als Duftrichtung ist chypre, würzig und blumig erfasst. Zwischen flüchtigen und schweren Noten hält sich die Komposition ungefähr die Waage; sie ist damit ganzjährig tragbar. Er lässt sich sowohl tagsüber als auch abends tragen. Vermarktet wird Mitsouko als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.

Haltbarkeit und Sillage

Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.

Bei Mitsouko stehen 5 Noten in der Basis, davon 2 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 4 in der flüchtigen Kopfnote. Der Unterbau ist vorhanden, aber schmal – lange Standzeiten sind damit nicht selbstverständlich.

Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 8,6, Sillage 7,8 (258 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.

Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.

Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.

Geschichte und Rezeption

Zur Entstehung von Mitsouko liegt ein enzyklopädischer Eintrag vor. Wikipedia schreibt dazu: „Mitsouko is a perfume by French perfume and cosmetics house Guerlain, created by Jacques Guerlain and first introduced in 1919. Its name is derived from the French transliteration of a Japanese female personal name Mitsuko." (Mitsouko – Wikipedia, abgerufen am 15.08.2026). Weitere Angaben zu Reformulierungen oder Auszeichnungen sind uns nicht belegt; wo nichts steht, ist auch nichts überliefert.

Zum Hintergrund der Marke: Guerlain im Wiki.

Verwandte Düfte

Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Mitsouko. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.

Duftzwillinge zu Mitsouko

Zu Mitsouko ist bei den erfassten Anbietern bisher kein Duftzwilling gelistet. Die Duftseite zeigt, was sich daran ändert, sobald ein Shop einen aufnimmt.

Quellen

  1. Guerlain Mitsouko – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026
  2. Mitsouko – Wikipedia, Wikipedia, CC BY-SA 4.0, abgerufen am 15.08.2026