Duft im Wiki

Chanel Coco Noir

Chanel Coco Noir ist ein Damenduft der Marke Chanel, der 2012 erschien und als Eau de Parfum verkauft wird. Die Duftrichtung ist blumig, orientalisch und würzig, im Vordergrund stehen Orange, Bergamotte und Grapefruit, komponiert hat ihn Jacques Polge.

Duftverlauf

Coco Noir ist als Duftpyramide dokumentiert: 3 Kopf-, 4 Herz- und 5 Basisnoten. Den Auftakt machen Orange, Bergamotte und Grapefruit. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Patchouli, Rosengeranie, Jasmin und Rose trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus weißer Moschus, Sandelholz, Tonkabohne, Vanille und Weihrauch verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.

Einordnung

Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen Zitrusnoten, Blüten und Hölzer. Als Duftrichtung ist blumig, orientalisch und würzig erfasst. Zwischen flüchtigen und schweren Noten hält sich die Komposition ungefähr die Waage; sie ist damit ganzjährig tragbar. Er lässt sich sowohl tagsüber als auch abends tragen. Vermarktet wird Coco Noir als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.

Haltbarkeit und Sillage

Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.

Bei Coco Noir stehen 5 Noten in der Basis, davon 5 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 3 in der flüchtigen Kopfnote. Ein solcher Unterbau trägt von sich aus lange.

Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 7,4, Sillage 7,0 (1.012 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.

Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.

Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.

Geschichte und Rezeption

Zur Entstehungsgeschichte von Coco Noir selbst ist uns keine belastbare Quelle bekannt: Parfumo, Fragrantica und Basenotes sperren maschinelle Abrufe aus, und eine erfundene Entstehungsgeschichte wäre schlimmer als keine. Belegt ist dagegen der Hintergrund der Marke Chanel.

Zum Hintergrund der Marke: Chanel im Wiki.

Verwandte Düfte

Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Coco Noir. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.

Duftzwillinge zu Coco Noir

Zu Coco Noir ist bei den erfassten Anbietern bisher kein Duftzwilling gelistet. Die Duftseite zeigt, was sich daran ändert, sobald ein Shop einen aufnimmt.

Quellen

  1. Chanel Coco Noir – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026