Duft im Wiki

Chanel Antaeus

Chanel Antaeus ist ein Herrenduft der Marke Chanel, der 1981 erschien und als Eau de Toilette verkauft wird. Die Duftrichtung ist würzig, animalisch und holzig, im Vordergrund stehen Muskatellersalbei, Koriander und Myrrhe, komponiert haben ihn François Demachy und Jacques Polge.

Duftverlauf

Antaeus ist als Duftpyramide dokumentiert: 6 Kopf-, 4 Herz- und 4 Basisnoten. Den Auftakt machen Muskatellersalbei, Koriander, Myrrhe, Bergamotte, Limette und Zitrone. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Thymian, Basilikum, Jasmin und Rose trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Bibergeil, Eichenmoos, Labdanum und Patchouli verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.

Kopfnoten die ersten Minuten, am flüchtigsten

Einordnung

Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen aromatische Kräuter, Zitrusnoten und Harze und Ambra. Als Duftrichtung ist würzig, animalisch und holzig erfasst. Zwischen flüchtigen und schweren Noten hält sich die Komposition ungefähr die Waage; sie ist damit ganzjährig tragbar. Er lässt sich sowohl tagsüber als auch abends tragen. Vermarktet wird Antaeus als Herrenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.

Haltbarkeit und Sillage

Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.

Bei Antaeus stehen 4 Noten in der Basis, davon 3 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 6 in der flüchtigen Kopfnote. Ein solcher Unterbau trägt von sich aus lange.

Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 8,5, Sillage 8,1 (1.583 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.

Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.

Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.

Geschichte und Rezeption

Zur Entstehung von Antaeus liegt ein enzyklopädischer Eintrag vor. Wikipedia schreibt dazu: „Antaeus is a men's perfume produced by French fashion house Chanel. Introduced in 1981, it was created by perfumer Jacques Polge." (Antaeus (perfume) – Wikipedia, abgerufen am 15.08.2026). Weitere Angaben zu Reformulierungen oder Auszeichnungen sind uns nicht belegt; wo nichts steht, ist auch nichts überliefert.

Zum Hintergrund der Marke: Chanel im Wiki.

Verwandte Düfte

Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Antaeus. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.

Duftzwillinge zu Antaeus

Zu Antaeus ist bei den erfassten Anbietern bisher kein Duftzwilling gelistet. Die Duftseite zeigt, was sich daran ändert, sobald ein Shop einen aufnimmt.

Quellen

  1. Chanel Antaeus – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026
  2. Antaeus (perfume) – Wikipedia, Wikipedia, CC BY-SA 4.0, abgerufen am 15.08.2026