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Réminiscence Vanille

Réminiscence Vanille ist ein Damenduft der Marke Réminiscence, der 2012 erschien. Die Duftrichtung ist gourmand, süß und pudrig, im Vordergrund stehen Bergamotte und Osmanthus, komponiert hat ihn Fabrice Pellegrin.

Duftverlauf

Vanille ist als Duftpyramide dokumentiert: 2 Kopf-, 4 Herz- und 8 Basisnoten. Den Auftakt machen Bergamotte und Osmanthus. Diese Noten sind die flüchtigsten der Komposition – sie prägen die ersten Minuten und sind danach weitgehend verflogen. Das Herz aus Bourbon-Vanille, Heliotrop, tahitianische Vanilleblüte und Jasmin trägt den eigentlichen Charakter; es tritt hervor, sobald der Kopf abklingt, und bleibt über Stunden erkennbar. Die Basis aus Bourbon-Vanille, Tahiti-Vanille Absolue, Tonkabohne, ugandische Vanille, Benzoe, Praline, weißer Moschus und indonesisches Patchouli verdunstet am langsamsten und bestimmt, was am Ende des Tages auf Haut und Kleidung übrig ist.

Basisnoten was am längsten bleibt

Einordnung

Die folgende Einordnung ist aus der Notenstruktur abgeleitet und keine Messung – sie sagt, was die Zusammensetzung erwarten lässt, nicht, wie der Duft auf jeder Haut wirkt. Den Grundcharakter bestimmen süße Gourmandnoten, Blüten und Harze und Ambra. Als Duftrichtung ist gourmand, süß und pudrig erfasst. Schwere Harze, Hölzer, Süße und tierische Noten setzen sich in Kälte besser durch als in Hitze – die Zusammensetzung spricht für Herbst und Winter. Für den Alltag im Büro ist ein solcher Aufbau meist zu präsent; sein Platz ist der Abend. Vermarktet wird Vanille als Damenduft; das ist eine Angabe des Herstellers und keine Eigenschaft der Komposition.

Haltbarkeit und Sillage

Wie lange ein Duft hält, entscheidet in erster Linie die Flüchtigkeit der eingesetzten Stoffe, nicht der Preis auf dem Flakon. Leichte Moleküle – Zitrusöle, aquatische und grüne Noten – haben einen hohen Dampfdruck, verdunsten schnell und sind deshalb nach ein bis zwei Stunden weitgehend verschwunden. Schwere Moleküle – Harze, Ambra, Oud, Vanille, Moschus – verdunsten langsam und bleiben von selbst auf Haut und Kleidung stehen. Ein rein zitrischer Duft, der acht Stunden trägt, ist physikalisch kaum zu bauen; eine Ambra-Vanille-Komposition, die nach zwei Stunden weg ist, ebenso wenig.

Bei Vanille stehen 8 Noten in der Basis, davon 8 in den langsam verdunstenden Gruppen (Harze, Hölzer, Süße, Moschus und Leder), und 2 in der flüchtigen Kopfnote. Ein solcher Unterbau trägt von sich aus lange.

Erfasst sind dazu Community-Wertungen auf einer Skala bis 10: Haltbarkeit 7,4, Sillage 6,8 (304 Stimmen). Das sind Eindrücke vieler Träger, keine Laborwerte.

Für Duftzwillinge folgt daraus zweierlei. Erstens gilt dieselbe Physik: Ein Dupe, der dieselbe Notenstruktur trifft, kann nicht deutlich länger halten als sein Vorbild, und ein Zitrusdupe hält nicht länger, weil er teurer ist. Zweitens gibt es doch einen Unterschied, und er liegt beim Duftölanteil – nachprüfen lässt er sich nicht, weil kein Anbieter seine Rezeptur veröffentlicht.

Die Begriffe dahinter im Einzelnen: Flüchtigkeit, Dampfdruck und Duftnote.

Verwandte Düfte

Die folgenden Düfte teilen die meisten Noten mit Vanille. Gemessen ist die Schnittmenge der erfassten Noten, nicht der Geruchseindruck – wie stark eine Note dosiert ist, steht in keiner öffentlichen Quelle. Zwei Düfte mit denselben acht Noten können deshalb verschieden riechen.

Duftzwillinge zu Vanille

Zu Vanille ist bei den erfassten Anbietern bisher kein Duftzwilling gelistet. Die Duftseite zeigt, was sich daran ändert, sobald ein Shop einen aufnimmt.

Quellen

  1. Réminiscence Vanille – Datensatz, parfumo.de, abgerufen am 15.08.2026